Gault „Der Läuterer“ Lendson

Kindheit und Ausbildung

Geboren ward er an einem rauen und stürmischen Tag in einer Fischerhütte im Reiche Lordaeron nicht unweit der Hauptstadt selbst. Sein Vater Lend Bartingson, ein Veteran des zweiten Krieges, doch sein Blut nicht von Adel, sein Hände rau durch harte Arbeit.

Der schwer verdiente Sold ermöglichte ihm den Kauf einer kleinen Hütte an der Küste des Meeres. Fortan wollte er die Schrecken des Krieges vergessen und versuchte sich als Fischer, um den Lebensunterhalt für sich und seine Familie zu verdienen. Seine Mutter Marinold Bergis war eine einfache Frau aus ebenso niederen Verhältnissen und verdingte sich als Schneiderin.

Der Junge Gault Lendson – wie er hieß – verbrachte die Zeit bis zu seinem sechsten Lebensjahr in seinem Elternhaus. Sein bisher kurzes Leben war geprägt durch Armut, Hunger und vor allem harte Arbeit. Früh erkannte er, das nur ein eiserner Wille und unermüdlich für das was einem etwas bedeutete einstehen musste um zu bestehen.

Doch sein Vater wollte für den jungen Gault eine bessere Zukunft. Ein besseres und ehrbares Leben. Und er hatte für seinen Sohn bereits Pläne geschmiedet, die ihm das ermöglichen sollten.

Aus seiner Zeit im Krieg kannte Lend noch einige Kameraden. Einer davon war Sir Aurestan Lichtschwur, ein Paladin der Silbernen Hand. Er entsandte eine Nachricht und bat um ein Treffen mit dem ehrbaren Streiter des Lichts. In guter Erinnerung verblieben ob des Kampfeswillen und Mutes Lends stimmt er diesem Treffen zu und so trafen sich die beiden Waffenbrüder Sir Lichtschwur und Lend Bartingson diesmal nicht unter Bannern auf dem Schlachtfeld. Lend erbat das der Ehrenmann doch seinen Sohn Gault mit sich nehmen möge und ihn ausbilden würde. Der Ritter betrachtete den jungen Gault, musterte ihn eine Weile während des Gesprächs mit dessen Vater und willigte schließlich ein. Warum er dies tat, ist schwer zu sagen: Ein Gefallen für alte Freundschaft oder weil er in dem Jungen etwas sah.

So ergab es sich das der junge Gault Lendson im Alter von 6 Jahren seiner Familie genommen wurde und im Kloster von Tirisfal seine Ausbildung zu einem Paladin der Silbernen Hand begann.

„Behalte stets Dein Ziel im Auge, alles andere führt auf Irrwege.“

Der Junge galt als ehrgeizig, lernwillig und verinnerlichte all dies was man ihm lehrte. Doch vor allem zeichnete er sich im Kampf aus. Er übertraf bald seine altersgleichen Ordensbrüder und Schwestern.

So gingen die Jahre ins Land, immer wieder zog der Junge Gault Lendson nun im Alter von 16 Jahren als Knappe seines Herren Sir Aurestan Lichtschwur mit ihm hinaus in die Welt. Eines Abends auf einer der vielen Reisen, trafen er und sein Meister in Stratholme auf einen Freund dessen, Sir Athorius aus dem Hause Dâbran. Sir Dâbran war ein hochgewachsener und muskulöser Mann, beeindruckend im ganzen. Er war ebenso ein Ritter der Silbernen Hand und diente in Stratholme. Doch er unterschied sich in einigen Dingen sehr von Sir Lichtschwur. Er hatte ein nahezu aggressives Wesen, sein Glaube äußerte fanatische Auszüge. Doch er bewies immer wieder einen eisernen Willen – etwas das der junge Gault offensichtlich mit ihm teilte ohne es zu wissen – , denn egal was man ihm entgegen brachte, wer oder was sich ihm entgegen stellte niemals wich er zurück, so erzählt man sich.

Sir Dâbran sprach auch mit dem jungen Gault Lendson. Er sagte zu ihm, dass er ihn nach nachdem er seine Weihe erhalten hätte, nach Stratholme holen würde. Er könnte einen Jungen wie ihn gut gebrauchen. Zu allem fiel Gault Lendson etwas auf. An der Rüstung von Sir Dâbran war ein Zeichen zu sehen welches er nicht kannte. Ein Zeichen in der Form eines brennenden Hammers.

So zogen weitere zwei Jahre ins Land. Und im Alter von 18 Jahren erhielt Gault Lendson die Weihe zum Paladin und wurde somit ein Ritter der Silbernen Hand.