Kampf um Lordaeron

Gildenübergreifender Plot

 

Geschichten und Aufzeichungen zum Plot*

(*die vorerst lose Sammlung)

  • „Aufbruch“ – Sturmwind, der letzte Tag

„Aufbruch“ (Gedanken des Großhexenjäger Lendson)

 

„Endlich“ konnte ich es mir nicht verkneifen, endlich war die Zeit in den Mauern dieser Stadt vorbei, es gab hier kein vorankommen, keine Schlachten die geschlagen werden mussten. Überall schwellten Konflikte zwischen den hiesigen Menschen, den nun dazugekommenen Flüchtlingen und jenen denen der junge König Zuflucht versprach ohne die Konsequenzen auch nur im geringsten Abschätzen zu können. Wir hörten recht schnell von dem Geschehen im Norden, dem verherrenden Feuer, welches die Hauptstadt der Elfen verschlang, den Weltenbaum brennen lies. So wenig uns die Gründe bekannt waren oder wir sie erahnen hätten können – so sehr war uns doch bewußt das die Horde zu weit ging damit Zivilisten und Kinder einfach vergehen zu lassen in ihrem blinden Hass. 

Man berichtete uns, dass die Allianz gen Lordaeron marschieren wird, Rechenschaft zu fordern von Kriegshäuptling der Horde. Umgehend verschwand der Großmeister mitsamt den Berichtenden Spähern  in seiner Schreibstube, er würde die Verlegung des Ordens in Kürze anorden. Ich kannte ihn gut genug und so lies ich ohne weiteres zögern die Brüder und Schwestern packen, verfasste selbst noch eine kurze Nachricht an die Mission. Kein Zweifel würden wir alsbald nach Norden aufbrechen um uns den Truppen anzuschließen, Vergeltung für das Massaker fordern. 

Zuletzt packte ich selbst, lies noch was der Orden erübrigen konnte auf einen Karren zurren, da der Knappe Toras darum bat ihm zu helfen mit den Flüchtlingsströmen. Wir hatten noch einige Vorräte, Kleidung und Decken – so sollte er diese bekommen und sich um die Verteilung bemühen. Währenddessen wartete ich ungeduldig auf die Ankunft des Gnoms Fiddelpix, ich hoffte auf Neuigkeiten – doch für den Moment wohl vergebens. Endlich hörte ich die Türe – ein deja vu – die schweren Schritte über die knarzenden Holzdielen hinweg, so trat ich aus dem Gemach, nickt ihm zu und folgte nach unten, um die Brüder und Schwestern in Kenntnis zu setzen. 

Wie aus dem Nichts tauchte der Gnom nun doch auf, begleitet von einigen jüngeren Brüdern und Schwestern aus der Mission. Von einem Moment zum anderen ergaben sich weitere Gespräche, man vereinnahmte den Großmeister direkt für weitere Planungen, ich bekam nur ein kurzes Schulterzucken von ihm, als es oben polterte als sei jemand unglücklich gestürzt. Ich zog meine Waffe und ging die Treppen langsam nach oben, der Rest schien es nicht bemerkt zu haben, zu beschäftigt waren sie mit den Vorbereitungen. 

Oben angekommen bemerkte ich sofort, dass die Türe zu Isabellas Raum offen stand, zwar nur einen schmalen Spalt doch ausreichend genug um zu hören, dass darin etwas vor sich ging. Die Bewegungen darin waren behebig, das Fluchen verhalten leise, so als wollte man seine Anwesenheit verbergen. Mit einem Ruck öffnete ich die Türe hielt der Person auf dem Boden meine Waffe an den Hals „Aufstehen“ sagte ich in einem harschen Ton, als die Figur sich langsam erhob, abgemagert, ausgemerkelte Finger und die Geschwindigkeit eines lahmenden Esels, stand der Eindringling auf, zierlich wirkte die Person, versuchte die heruntergefallenen Bücher aufzuheben , erst dann erkannte ich sie. „Isabella?“ fragte ich etwas unsicher, zumal was vor mir Stand nicht wirklich meiner Erinnerung entsprach. Lange hatte ich sie nicht gesehen und sie war nur ein Schatten ihrer selbst. Hatte die Zeit in der Mission ihr so zugesetzt oder war es doch der Zahn der Zeit? Ihre Haare waren silbergrau, ihr Gesicht trug die Sorgenfalten und eine Müdigkeit in sich, nicht das es sie entstellte doch konnte sie es kaum leugnen. Ich hob die Bücher auf und bot ihr Geleit, sie schien nur unter schmerzen gehen zu können, auch wenn sie wie fast alle Brüder und Schwestern dies nie zugeben würde. 

„Schön dich zu sehen Nyka“ lächelte sie schmal. „Ich erbitte ein umgehendes Gespräch mit dem Großmeister und Euch“ klang es nun recht förmlich. Mein Nicken bestätigte sie nur und wir gingen nach unten – ich hatte eine Ahnung, etwas das mir missfiel, doch nahm ich sie kurz in den Arm und begleitete sie zu einem der kleinen Räume, Björn wirkte über Isabellas Anwesenheit kurz überrascht und ich nickte ihm zu, er folgte uns direkt. Wir hörten uns gemeinsam ihre Bitte an und er stimmte jener zu. Tatsächlich trat nach dem Gespräch eine jüngere Frau aus dem Tross auf uns zu, weder Celanar noch Isabella hätten je abstreiten können die Eltern zu sein. Unweigerlich schmunzelte ich, auch wenn sie kurzerhand wieder umdrehte und schüchtern in der Menge der Brüder und Schwestern verschwand. „Eine Tochter also für den Klerus“ bestimmte Björn ohne weiter zu fragen, Isabella nickte nur knapp. 

„ANTRETEN“ schallte es über den Platz vor dem Quartier und der Großmeister sprach einige Worte, ich gebe zu ich war gedanklich anderweitig beschäftigt, ich war bereits auf dem Schlachtfeld, die Frage ob wir zurückkehren würden, ich wohl wie Isabella im Alter grau sein würde. Als er mit unserem Mantra endete, erwiderte ich es wie alle mit „Eisern nach Außen“. 

Es war Zeit für uns zu marschieren, es war an der  Zeit Vergeltung zu bringen und Lordaeron zurückzugewinnen. Für die Allianz!

 

"Hexenfuror"