*Das Buchregal der Scriptorenkammer des Ordens, Hort des Wissens, Wissen über die vergangenen Zeiten. Ein Buch, eingebunden in dunkles Leder, versehen mit Siegeln am Buchrücken*

1. Gründung im Jahre 2010

„Solange noch verderbte Mutanten Atem
schöpfen, kann es keinen Frieden geben. Solange noch die Herzen obszöner
Ketzer schlagen, kann es keine Ruhe geben. Solange noch ungläubige
Verräter leben, kann es keine Versöhnung geben.“

(Gault Lendson, erster Großmeister des Ordens)

„Was sehen wir in dieser lasterhaften Stadt des Lichts, dem vermeintlichen Juwel der Königreiche? Öffnet die Augen und seht euch um. Priester in Gold und Seide gehüllt, predigen Einheit und Brüderlichkeit, aber selbst sind sie die Dekadenz in Person! Adelshäuser, prunkvoll von außen und innen, die die Abscheulichkeit der
Niedertracht beheimaten, die Armen und Schwachen ausnutzen und unterdrücken! Mutanten, welche sich an ihrem Fluch laben! Paladine, die sich hinter hohen Mauern und ihren Tugenden verstecken! Und das alles
sollen wir hinnehmen?
Das Volk findet keinen Frieden in der Dekadenz der Kirche, es findet kein Essen oder Obdach in den leeren Worten des Adels!
Hiermit proklamiere ich einen neuen Orden, auferstanden aus der Asche, geformt zum Wohl des Volkes. Ein Orden , der sich nicht mit Gold und Ruhm schmückt, sondern mit Taten! Ein freier Orden unter dem Banner des Volkes! DIES hier ist der Beginn, dies ist der Neuanfang. WIR sind der Orden der Läuterung!“
(Aufzeichnung des Ausrufes des Ordens der Läuterung, Gault Lendson)

Lordcaptain Gault Lendson war jener Paladin welcher das Gold ablegte, es gegen das simple Schwarz tauschte, sich von all dem unnötigen Ballast der Edikte der Kirche und ihren sich profilierenden vermeintlichen Streitern des Lichts befreite, seinen Titel aufgab um gegen jene zu kämpfen, die die Armen und Schwachen bedrohen wollen. All jene die sich vom Licht und den Tugenden abwandten, sich dem schnöden Mammon hingaben und lieber mit ihren Verfehlungen und dem Schmuck an Rüstung und Hals prahlten. Ein Mann der Tat, ein Kämpfer mit der Waffe
in der Hand, dem Herzen am richtigen Fleck, und einem glorreichen Ziel.
Mutanten, Ketzer, Häretiker, Hexer, Dämonen und Verräter – sie alle sollten sich in Furcht vor seinem Namen, vor dem Orden den er anführte fürchten, sich verkriechen und verstecken, würde dieser neue junge Orden sich ganz dem Schutz der schutzlosen verschreiben, dem Volke nah sein
und sich nicht über sie stellen. Ein Orden welcher seine Ursprünge in der Silbernen Hand fand, beheimatet in Stratholme, die Heimat der Zunft. Später entstand aus der Asche der Zunft mit Hilfe von Isabella Durian, Celanar Durian und Gault Lendson der Orden der Läuterung.

In der Kathedrale zu Sturmwind stand er, er der Sohn eines einfachen Fischers, blickte durch die Reihen, konnte den Aufschrei der Dekadenz und Scheinheiligkeit durch die Gemäuer hören, als er den freien Orden ausrief. Inmitten dessen was ihn zutiefst anwiderte, entfachte er die Leidenschaft vieler Männer, Gossenläufern, ehemaliger Soldaten und Kleriker, die der Kirche den Rücken  zuwandten, all jene die bereit waren alles hinter sich zu lassen, dem Licht und dem Volk zu dienen, all jene die sich der Sache um ihretwillen und nicht für Ruhm und Ehre anschlossen. Sie hingen an seinen Lippen, verinnerlichten die Worte und beim Licht würden sie alles dafür geben ihm folgen zu dürfen.

Die damalige Situation in Sturmwind war äußerst schwierig, das Volk verlangte nach Gerechtigkeit, nach Taten, nicht nach leeren Worten und haltlosen Versprechungen des Adels. Worgen streiften durch die Stadt, Gestalten jener gleich einer Bestie, Wesen welche sich mit einem auferlegten Fluch zufrieden gaben, Klauen Händen und ein Maul gleich einem Köter einem Mund vorzogen, vermeintlich zivilisiert und dennoch nichts weiter als die Ausgeburten eines schwachen Geistes, einer falschen Entscheidung und im Inbegriff das einfache Volk allein durch ihre Anwesenheit einzuschüchtern. Akzeptiert als Schoßhunde des Adels, so ruhten die Brüder und Schwestern des Ordens nicht lange, schon kurz nach Gründung schritten sie zur Tat, ergriffen das Wort…

Die Taten des Ordens der ersten Gründung

Schon bald sah man in Sturmwind das weiße Kreuz auf schwarzem Grund auf der Brust vieler Brüder und Schwestern. Für das Volk bedeutete es Gewissheit nicht in Angst leben zu müssen, für die Feinde hingegen war es das Wappen der Läuterung, das angstverbreitende Zeichen, welches
Schrecken in ihre Reihen, in ihre Mitte brachte. Das Symbol das den Puls rasend beschleunigte und den Atem zum still stehen zwang.

Die Brüder und Schwestern machten es sich zur Aufgabe die Bürger Sturmwinds zu informieren, sie über die missliche Lage in der sich die Stadt befindet aufzuklären und verdeutlichten nur der Weg der Läuterer kann diese Stadt wieder zu einen lebenswerten Ort in Azeroth werden lassen. Die Läuterer ergriffen die Initiative, verbreiteten das Wort in jeden Distrikt, überall in der Stadt sah man sie, die Bewohner der dunklen Gassen mieden das Licht und ein Zusammentreffen, mindestens
einer der Brüder und Schwestern war präsent selbst in den abgelegensten Distrikten von Sturmwind, um jedem der ihnen ein Ohr lieh, etwas Aufmerksamkeit schenkte die Worte des Lichts und des Ordens zu predigen. Ihre Worte aufbauend, ermunternd, lebendig und hoffnungsvoll, predigten sie davon das jene „Worgen“ – wie man sie nun nannte nicht länger hier in der Stadt frei rum laufen dürften, das jene gebannt gehören raus aus der Stadt, ihrer Stadt, die Mauern keine Bestien beherbergen sollten sondern davor schützen. Sie prangerten offen die Kirche an, ihre Dekadenz und Scheinheiligkeit, liesen das gemeine Volk daran teilhaben an dem Wissen dass der Orden vermochte zu sammeln. Kein Wort ungehört, bezogen sich die Brüder und Schwestern auf weitere Missstände, den Adel, welcher sich auf den Lasten des Volkes ausruht, es für sich missbraucht und manipuliert. Letztlich die Wache, jene auf den ersten Blick auserwählten Kämpfer unter den Flaggen des Adels, der Kirche und ihrem eigenen Banner, jene die Hexer und Mutanten in Schutz nahm, sie vorwarnte oder versteckte unter scheinheiligen Ausflüchten.

Mit der Zeit wurden die Stimmen lauter das im Dämmerwald sich im Schutze der Dunkelheit des Waldes und der Abgeschiedenheit zu Sturmwind, Rudel zunehmend zu einer weitaus größeren Gefahr entwickelten, unkontrollierbare Bestien, die mit keinem Anzeichen von Vernunft ihr Dasein fristeten. Diese Gefahr war unkontrollierbar und weitaus größer als man in der Stadt hätte je  annehmen können oder zugeben wollte. Ebenso wurde bekannt das Kultisten dort ihr Unwesen treiben, sich wie auch andere den Wald zu Nutze machen, undurchdringbare Vegetation, tödliche Spinnen und der Untot direkt vor der Tür der kleinen Stadt.

Wir konnten nicht weiter dabei zusehen, nein wir mussten eingreifen! Der Orden ging zuerst verdeckt nach Dunkelhain, um die Bürger nicht zu sehr in Aufruhr zu versetzen, doch lang werte die Tarnung nicht und man erkannte den Orden. Die Taten der Brüder und Schwestern jedoch waren bis hier vorgedrungen, man vertrieb uns nicht nein, man nahm uns auf übergab uns ein Haus für die Organisation.

Tage zogen ins Land doch die Ruhe hielt nicht lange an. Die Rudel aus der Nähe vernahmen, dass der Orden sich in Dunkelhain niedergesetzt hatte und so geschah es an einem der Abende.  Die Rudel versammelten sich und griffen gemeinsam Dunkelhain an. Hunderte gar Tausende kamen auf die Stadt zu. Die Brüder und Schwestern griffen zu ihren Waffen, sie waren bereit ihr Leben zu lassen für das Licht, für den Großmeister. Ohne zu zögern sicherte der Orden die Zugänge der Stadt, standhaft und mutig blickten sie den sich nähernden Massen entgegen. Die Übermacht der Gegner jedoch und die Wucht des ersten Angriffs durch die Rudel unvorhersehbar, die Brüder und Schwestern der vordersten Linien fielen und der Orden wich zurück bis hin zum Quartier.

Von allen Seiten griffen uns die Worgen an, unsägliches Gebrüll, Kampfschreie, das reißen von Haut und Waffen die die Luft durchzogen, der Geruch von Blut und Schweiß der die Stadt bedeutungsschwer schwängerte. Die Brüder und Schwester sicherten die Tür, ein Worgen versuchte durch den Kamin einen Zugang ins Haus zu bekommen, war jedoch zu seinem Pech das Feuer  entzündet und er landete in der brennenden Glut und Bruder Menneleid erstach den Worgen. Wir
hielten stand und waren bereit für den Ausbruch. Unser Wille zu obsiegen ungebrochen, dem Ganzen ein Ende zu bereiten und die Mutanten letztlich zu erlösen von ihrem jämmerlichen Dasein. Wir rammten die Tür ein, sprangen hinaus und waren bereit, bereit für einen Kampf – oder nein für
eine Schlacht – für diese eine Entscheidung. Worgen um Worgen, Bruder um Bruder, Schwester für Schwester fielen. Mutig kämpften wir Seite an Seite, wohlwissend, dass die Brüder und Schwestern neben uns stehen, vereint im Kampf, gemeinsam für unsere Sache.

Bruder Dewrill allein nahm es mit fast einem Dutzend Worgen auf, konnte sieben davon Läutern, bevor ihm einer der Biester den Arm herausriss. Schnell eilten die Brüder und Schwestern ihm zur Hilfe und brachten ihn in Sicherheit. Das Blut des Großmeisters Gault Lendson brodelte, er war es leid. „Ihr wollt uns vernichten, spürt den Zorn der Läuterer“ hörte man seine Stimme sich über das Kampfgetümmel erheben. Eine Geste, ein Wimperschlag nur und er schlug seine Klinge  „Hexenfuror“ in den Boden, die Erde bebte gar, selbst die Titanen könnten diese Erschütterung wahrnehmen. Die reinigenden Wogen des Lichts, die ihm innewohnten, gebündelt und durch die Klinge freigesetzt, eine Welle die von ihm Ausging, dem Kreuzfahrer, dem Mann der bereit war für seine Sache das wertvollste zu geben wie alle jene die ihm folgten, rollte donnernd und tosend über die Worgen hinweg, Linie um Linie konnten wir die Worgen zurückdrängen. Der Orden siegte, doch für welchen Preis. Das Schlachtfeld offenbarte es, das Blut der Worgen vermischte sich mit derer unserer Brüder und Schwestern, doch die Erkenntnis blieb. Wir hatten Recht. Diesen Worgen
kann man nicht trauen, diesen Bestien darf man nicht trauen.

Seit je her ist es unser Ziel die Welt von diesen Kreaturen zu befreien. Auge um Auge, Zahn um Zahn!

„Überfall auf ein Mitglied des Ordens der Läuterung“

Sonntagnacht gab es einen Überfall von vermummten Personen auf ein Mitglied des Ordens der Läuterung am Ausgang beim Zwergen Distrikt zum Stadtrand. Als das Mitglied um Hilfe ruf rannten die Personen fort und werden nach wie vor gesucht.
Sollten sie etwas darüber wissen dann geben sie uns doch Bescheid!“ Schreiben aus der Sturmwinder Zeitung
(Quelle: http://eu.battle.net/wow/de/forum/topic/2313883473?page=2#26 )

„Orden der Läuterung vom Wahnsinn befallen?“

Nach dem Überfall Sonntagnacht erfuhren wir ebenfalls, dass Mitglieder des Ordens wahllos Zivilisten attackierten. Besteht vielleicht ein Zusammenhang zwischen dem Orden und einer Sekte die auch für die seltsamen Ereignisse in Sturmwind verantwortlich ist? Wir haben dazu leider keine  Informationen. Haben sie allerdings etwas interessantes, dann geben sie uns doch Bescheid! ´´ – Schreiben aus der Sturmwinder Zeitung

„Nekromantie in Sturmwind?“

In letzter Zeit passieren seltsame Dinge in Sturmwind. Vor wenigen Tagen soll angeblich ein Untoter am Friedhof beschworen worden sein. Die Wache befindet sich in Ermittlung. Sollten seltsame Ereignisse gesehen werden, so sollen diese umgehend der Wache gemeldet werden. Sollte es wirklich einen Kult in Sturmwind geben, so könnte er eine große Gefahr für die Stadt darstellen. Zu späteren Stunden ist daher geraten nur in Begleitung auf die Straße zu gehen und ansonsten in einem Haus zu bleiben.“ – Schreiben aus der Sturmwinder Zeitung

„Samstagnacht gab es einen Überfall von einem Worgen auf eine Dame“
Der Worgen stach der Dame mit einem Messer in deren Bauch und versuchte flüchten. Der Worgen wurde beim Flüchten verletzt und wurde in Lazarett gebracht. Der Täter sitzt im Verlies.“ – Leserbrief

Es ist das eingetreten, wovor wir gewarnt hatten, ein Hexer – Kult konnte sich im Schutze der Wache gründen und stürzten Sturmwind immer mehr in den Abgrund.  Sie nannten es Wahnsinn, was wir taten, doch war es die natürliche Jagd nach den Hexern. Jene die uns angriffen. Informanten wurden ausgefragt und die Schuldigen geläutert. Niemals vergeben, niemals vergessen Ehre dem Licht und Tod den Ketzer.